Fragenarchiv

Zur Zeit sind 1495 beantwortete Fragen im Archiv:

Franziska Beckmann:

Hy ich hab gleich mal mehrere Fragen!
1) Wie sieht das Molekülorbital von Stickstoffmonoxid aus?
2) Warum gibt es keine He2 Moleküle?
3) Wie lässt sich der Bindungsgrad bestimmen?
4) Bindungsgrad, Bindungslänge, und Bindungsenergie von O2 O2+ O2- ?

Währe echt lieb von euch mir das zu beantworten. Danke im vorraus

Antwort:

Hallo Franziska,

mal sehen, ob ich das so erklären kann, ich würde auf jeden Fall empfehlen, das Ganze mal in einem Anorganikbuch nachzulesen.

Grundsätzlich werden ja die Atomorbitale aus der 2. Periode miteinander zu Molekülorbitalen kombiniert. Bei zweiatomigen Verbindungen wie NO also die 2s und drei 2p Orbitale jeweils vom N und vom O, so dass 8 Molekülorbitale entstehen müssen (4 bindende und 4 antibindende)

Kombination der 2s Orbitale gibt sigma (2s) und sigma* (2s), und Kombination der 2 p Orbitale ergibt sigma (2pz), dann pi (2py) und pi (2px) [entartet, also gleiche Energie] dann die entsprechenden pi* Orbitale (auch entartet) und dann am energetisch höchsten das Pi* (2pz) Orbital. Füllt man jetzt die Elektronen ein (5 vom N und 6 vom O) ist also das pi* (2px) Molekülorbital das am höchsten besetzte.

Kompliziert wird das ganze aber dadurch, dass man Wechselwirkungen zwischen s und p-Orbitalen annimmt (Hybridisierung), so dass die energetische Reihenfolge der Molekülorbitale wechseln kann (pi-Orbitale energetisch niedriger als sigma Orbitale)

2) Beim Helium werden ja nur die 1s Orbitale zu einem bindenden und einem antibindenden kombiniert, die mit je 2 Elektronen vollständig besetzt sind. Durch die Bildung der Molekülorbitale gibt es also keinen Energiegewinn, im Gegenteil, aufgrund der Abstoßung der Elektronen wird das bindende Molekülorbital energetisch weniger abgesenkt als das antibindende Orbital angehoben wird.

3) Bindungsgrad = 1/2 (Zahl der bindenden - Zahl der antibindenden Elektronen), bei O2 also 2, O2+ 2,5 und O2- 1,5, Bindungslänge und Energien musst Du mal selbst suchen.

Gruß
Oliver Reiser

 

Paul: Quantenzahlen

Hallo,
wir behandeln grad im Chemie Leistungskurs Quantenzahlen und ich komm bei ihrer Bestimmung nicht weiter.
Woran / Womit kann ich z.B. die 4 QZ (Haupt-qz, Neben-qz, Magnet-qz und Spin-qz) von Magnesium ablesen?

Wie kann ich mit Hilfe dieser Zahlen Elemente bestimmen? Dass die Haupt-qz die Schalennummer angibt ist mir noch klar aber der Rest...?

Schon mal danke im Vorraus

Antwort:

Hallo Paul,

Hauptquantenzahl = Schalennummer n = 1,2,3...

Nebenquantenzahl l = 0,1,2,3...n-1, oder anders gesagt, dass sind die Orbitale, die der jeweiligen Schale zur Verfügung stehen, also 1. Schale nur s-Orbital (l = 0), 2. Schale s und p-Orbitale (l = 0 (s) oder 1 (p)) und so weiter.

Magnetquantenzahl m = -l .... l gilt für die jeweilige Orbitalsorte und gibt die räumliche Orientierung, oder anders gesagt, die Entartung der Orbitale an (1 s-Orbital, 3 p-Orbitale, 5 d-Orbitale etc.

Spinquantenzahl + oder - 1/2 wird der Forderung gerecht, dass in jedem Orbital nur maximal 2 Elektronen sein können.

Jedem Elektron kann also ein Set aus diesen 4 Quantenzahlen zugewiesen werden, und die Regel ist, dass 2 Elektronen nicht in allen vier Quantenzahlen gleich sein dürfen.

Elemente bestimmen kann man mit diesen Zahlen nicht. Die Elemente ergeben sich ja aus dem Kern, die Elementart aus der Zahl der Protonen. Wenn man aber dann das Element kennt kennt man auch die Zahl der Elektronen (im Neutralzustand = der Protonenzahl) und dann muss man in der Lage sein zu sagen, in welchen Orbitalen (also welche Quantenzahlen jedes Elektrone hat) diese Elektronen sich befinden.

In dem Buch Chemie macchiato, besprochen in meinem Portal unter

http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0108/index.html

sind die Atommodelle übrigens sehr anschaulich erklärt, das sind 14 gut investierte Euro.

Gruß
Oliver Reiser

 

@nic@: Trennung von Gemischen

Wie kann ich

1. sand, eisenspäne und kochsalz trennen?

2. sand, sägespäne, kochsalz und wasser?

3. sand, iod?

Würde mich sehr freuen wenn mir jemand weiter helfen könnte..

mfg anica boller

Antwort:

Hallo Frau Boller,

beim Trennen von Stoffen muss man deren verschiedenen physikalischen und chemischen Eigenschaften ausnutzen. Sind das Versuche für den Kindergarten oder für die Grundschule? Wir haben hierzu eine kostenlose Broschüre im Portal unter

http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0065/index.html

Konkret zu der Frage:

(1) Eisenspäne kann man mit einem Magneten abtrennen, dann das Sand Kochsalzgemisch in Wasser geben, den Sand abfiltrieren, und wenn man das Wasser dann eindampft (oder abdestilliert), bekommt man das darin gelöste Salz zurück.

(2) Hier wird man sich die unterschiedlichen Dichten von Sand und Sägespänen zu Nutze machen können, wenn man das Gemisch in Wasser gibt, sollten die Sägespäne oben schwimmen, der Sand sinkt nach unten.

(3) Iod sublimiert sehr leicht, wenn sie das Gemisch in ein Becherglas tun und einen Deckel oben drauf tun und gelinde (nicht zu stark, das Iod darf nicht schmelzen Erwärmen, wird mit der Zeit das Iod oben am Deckel sein. Aber Vorsicht, das ist kein Versuch für die Grundschule.

Gruß
Oliver Reiser

 


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