Fragenarchiv

Zur Zeit sind 1495 beantwortete Fragen im Archiv:

Stefanie Schulze: chemische Gewässeranalyse

Hallo,
ich habe zwei Fragen.

1.Hängt der Phoshatgehalt im Wasser von der Temperatur, den PH-Wert oder den Wasserpflanzen ab?
2.Was ist der Unterschied von Algen und Wasserpflanzen? Gibt es überhaupt einen?
Danke!!!

Antwort:

Hallo Stefanie,

von Temperatur und pH hängt der Phosphatgehalt nicht ab, es sei denn, man hat gebundene Phosphate im Wasser (z. B. Knochen, Calciumphosphat), die sich bei saurerem pH schneller auflösen. Hohe Phospahtgehalte lassen Algen schneller wachsen, also hängt der Gehalt indirekt von den Wasserpflanzen ab, da die Algen das Phosphat binden.

Soweit ich weiß sind nicht alle Algen Wasserpflanzen. Algen sind einzeller, die sich ausschließlich von anorganischen Substanzen und Sonnenlicht ernähren können. Die genaue Abgrenzung zu anderen Wasserpflanzen ist aber wohl nicht so einfach, und da kenne ich mich auch nicht sehr gut aus.

Gruß
Oliver Reiser

 

Archi: Noch eine Frage zum ferrocen

vielen dnk für die antwort, die ich bereits erhalten habe. Trotzdem habe ich nochmal eine Frage.

Wenn ich einen Cp-Ring beim Ferrocen protoniere, bleibt das Molekül dann bestehen und es bildet sich ein Ferriciniumkation? Oder ist das Molekül nichtmehr stabil und zerfällt? eine reaktionsgleichung würde mir denke ich sehr weiterhelfen.
Mir war nur bekannt, dass das ferrocin mit starken Säuren am Zentalatom protoniert werden kann, aber anscheinden reicht dazu die Stärke der konzentrierten schwefelsäure ja nicht aus.

mfg und vielen dank für die mühe
archi

Antwort:

Hallo Archi,

also ich kenne das so:

Starke Elektrophile und starke Säuren greifen zunächst direkt am Fe-Atom an (hartes Elektrophil reagiert mit dem harten Metallzentrum). Das ist aber keine stabile Situation, zu einer produktiven Reaktion kommt es dann, in dem das Elektrophil an den CP Ring transferiert wird und von dort dann ein Proton abgespalten wird. Das ist vergleichbar einer elektrophilen Substitution am Benzol. Mit weichen Elektrophilen oder auch für schwache Säuren ist aber postuliert worden, dass der Angriff auch direkt am CP-Ring erfolgen kann. Wenn nur protoniert wird, wird sich ein Gleichgewicht einstellen, aber es kommt zu keiner Reaktion. Mit sehr starken Säuren macht man natürlich das Ferrocen kaputt, dabei wird dann zunächst Cyclopentadien und Fe2+ Ionen entstehen.



Gruß
Oliver Reiser

 

Stefanie Schulze: chemische Gewässeranalyse

Hallo,
Die Leitfähigkeit von einem Fließgewässer hängt mit den im Wasser gelösten Ionen zusammen. Ich habe gehört das die Art oder die Konzentration der Ionen auch mit dem in der Nähe der Quelle vorhandenen Gestein zusammenhägt. Ich würde gerne wissen, welches Gestein für die Lösung welcher Ionen und welcher Ionenkonzentrationen verantwortlich ist. Speziell interessiere ich mich für das Ausgangsgestein Kalk.
Vielen Dank,
Stefanie Schulze

Antwort:

Hallo Stefanie,

es gibt einige tausend Mineralien, die sich alle in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Umfangreiche Informationen findest Du hier:

http://mineral.galleries.com/minerals/by_class.htm

Kalk ist in erster Linie Calicumcarbonat (Calcite) und Calciumphosphat (Apatit), aber selbst für diese zwei Mineralien gibt es zahlreiche Unterklassen.

Gruß
Oliver Reiser

 


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