Fragenarchiv

Zur Zeit sind 1495 beantwortete Fragen im Archiv:

Jan Röther: Magnesium

Da ich in letzter Zeit des öfteren an Krämpfen leide und bekannt ist, dass Magnesium den Krämpfen entgegen wirkt, ist meine Frage:
In welchen Nahrungsmitteln ist Magnesium enthalten?

mfg Jan

Antwort:

Hallo Jan,

ja das stimmt, Magnesiummangel löst Krämpfe aus, so dass umgekehrt eine ausreichende Magnesiumversorgung dagegen wirkt. Grundsätzlich nehmen wir bei ausgewogener Ernährung genug Magnesium auf (400 mg empfohlene Dosis für einen Mann, Sportler 500 mg), viel Magnesium befindet sich in getrocknetem grünen Gemüse (vor allem in Basilikum), in Nüssen, in Sonnenblumenkernen oder in Mehrkornbrot, aber auch in Milch (15 mg/100 ml) oder Fleisch (50 mg/100 g Huhn, 20 mg / 100 g Rind) ist eine ganze Menge vorhanden.

Da der Körper den Magnesiumhaushalt gut regulieren kann und zuviel Magnesium einfach ausscheidet (Durchfall kann bei Überdosierung auftreten, mehr aber auch nicht), kann man eigentlich auch nicht überdosieren. Man kann z. B. auch speziell Magnesiumtabletten (rezeptfrei, bei den Vitamintabletten im Supermarkt oder in der Apotheke) kaufen, um einen Mangel auszugleichen.

Gruß
Oliver Reiser

 

Marcel: Phosphor

Hallo

Ich hab von meiner Chemie-Lehrerin erzählt bekommen es gäbe keinen "Schwarzen Phosphor" !!!
da ich aber oft im Internet forsche hab ich aber schwarzen Phosphor gefunden. Nun möchte ich wissen wer hier keine Ahnung hat ???

MfG marcel

Antwort:

Hallo Marcel,

schwarzen Phosphor gibt es nicht nur, diese Modifikation ist sogar bis 550°C die stabilste der verschiedenen Phosphorarten. Schwarzer Phosphor hat eine größere Dichte als weißer oder violetter, er entsteht daher unter hohem Druck. Schwarzer Phosphor ist ein Halbleiter und damit mehr metallisch als die anderen beiden.

Damit dürfte das Jahr ja für Dich gerettet sein, sei trotzdem nicht zu hart mit Deiner Lehrerin, alles kann man nicht auf Anhieb wissen.

Gruß und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Oliver Reiser

 

Dragonmaster-XII: Kongorot

Hallo liebe Chemiker,

ich habe viele Fragen zum Thema Azofarbstoffen und speziell zum "Kongo-rot" und wäre sehr froh, wenn ich hier Antworten finden könnte :)


Kongorot gehört ja zu den Azofarbstoffen. Wie kann man diese Zugehörigkeit mit Hilfe der Begriffe "chromophores Grundgerüst", "auxochrome und antiauxochrome Gruppen" begründen?

Wie lassen sich die Bindungsverhältnisse zwischen den Kohlenstoff-Atomen im Molekül des kongorots auf der Grundlage der Orbitaltheorie beschreiben?

Wie lässt sich der Farbeindruck vom Kongorot begründen?
(ich denke mal, dass man dies mit Hilfe von Elektronenmangel/überschuss und sich dem entsprechenden pH-Wert begründen lässt => liege ich richtig?)


Kongorot(also das Farbstoffmolekül) besitzt so genannte Substituenten.
kann man darauf eine mögliche Reaktionsgleichung ableiten? => wenn ja, wie könnte diese aussehen?


Wenn man Kongorot eine Säure hinzuführt, verändert sich dessen Farbe (da sich der pH-Wert ändert)

ist es korrekt, dass die Farbintensität des "Rot" mit dem Hinzugeben der Säure zunimmt und besitzt dieser veränderte Stoff dann spezielle Eigenschaften, sodass sich neue Verwendungsmöglichkeiten bieten?

Kongorot kann ja dazu verwendet werden, z.B. Cellulose zu färben. Wieso verbessert sich die Haftfähigkeit des Farbstoffes, wenn man so genannte "Beizen" zu Hilfe nimmt?


Kongorot sollte löslich in Alkohol und wasser sein, jedoch nicht in Ether. Wie kann man an Hand der Struktur des Farbstoffmoleküls begründete Aussagen über das Lösungsverhalten treffen.

vielen Dank & mfg

Dragonmaster XII

Antwort:

Hallo Dragonmaster,

das sind aber wirklich viele Fragen, ich schicke Dir mal per mail ein Skript zu Farbstoffen, das viele Fragen klären wird.

Einige der Teilfragen machen nicht so recht Sinn, Kongorot hat Substuenten (= funktionelle Gruppen) nämlich Amino- und Sulfonsäuregruppen. Die Säuregruppe könnte an die basische Aminogruppe ein Proton abgeben, sollte das mit Reaktionsgleichung gemeint sein?

Kongorot hat lauter sp2 hybridisierte Kohlenstoffatome.

Wenn man eine Säure zugibt, protoniert man die Aminogruppen, man beobachtet einen Farbumschlag von violett nach rot. Eine Verbindung ist umso tiefer nach blau verschoben, je ausgedehnter das pi-System, zusätzlich wirken Donoren (Aminogruppe) und Akzeptoren (Sulfonsäuregruppen) farbvertiefend (Donor-Akzeptor Wechselwirkung, der Donor schiebt zum Akzeptor). Wenn man die Aminogruppe protoniert, wird sie selbst zum Akzeptor, d.h. die Donor-Akzeptor Wechselwirkung zwischen Amino- und Sulfonsäuregruppe wird schwächer, und somit auch die Farbe.

Alkohol ist ein protisches Lösungsmittel und löst daher andere protische Verbindungen (Kongorot hat 2 Sulfonsäuregruppen) besser als unprotische Lösungsmittel wie Ether.

Gruß und guten Rutsch,
Oliver Reiser

 


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