Fragenarchiv

Zur Zeit sind 1495 beantwortete Fragen im Archiv:

Jürgen: Gefahrensymbole

Guten Morgen Herr Reiser,

Im Rahmen meiner Diplomarbeit befasse ich mich gerade mit industriellen Risiken und folglich mit Gefahrenstoffen.
Beispielsweise all diese: http://en.wikipedia.org/wiki/Hazard_symbol#European_hazard_symbols

Gibt es dazu Basisliteratur?
Mir geht es in erster Linie darum, etwas "nettes" für meinen Theorieteil zu haben: anschaulich, fundiert, qualifiziert; über die chemischen Details - die's dabei in nahezu unendlicher Vielfalt gibt - möchte ich mich nicht vertiefen, da der Schwerpunkt mehr auf den Risiken basieren soll.

Es würde mich sehr freuen, wenn sie dazu einem nicht-Chemiker ein paar gute Tipps und Verweise haben.

Vielen Dank & ein schönes Wochenende

Jürgen

Antwort:

Hallo Jürgen,

ich würde mal unter

http://www.gefahrstoffe-im-griff.de/

im Netz schauen. Wenn Sie nach etwas politisch brisantem (vielleicht meinen Sie ja das mit "nett" für den Theorieteil) suchen, sollten Sie sich über das geplante "REACH" (finden Sie auf der angegebenen Webseite) näher informieren, das ist die geplante EU-Verordnung zum Umgang mit chemischen Substanzen in größeren Mengen (>1t).

Gruß
Oliver Reiser

 

Jule: Wie cracke ich Nonandecan?

Hallo,

Könnten Sie mir vielleicht sagen wie man Nonandecan crackt?Und wie das dann gezeichnet aussieht?
Also mit den Strichen und so......

Mfg Jule

Antwort:

Hallo Jule,

das mit dem Zeichnen ist hier nicht so leicht. Nonandecan ist ein lineares Alkan aus einer Kette von 19 C-Atomen, Das Prinzip des Crackens ist aber immer gleich (C-C und C-H Bindungen werden durch hohe Temperaturen homolytisch, d.h. in der Mitte, gespalten), ich schreib es mal fuer das Butan auf:

Z. B. könnte Butan in Ethan oder Ethylen in folgender Weise gecrackt werden:

CH3CH2–CH2CH3 ---> 2 CH3CH2• ---> CH2=CH2 + CH3–CH3

Gruß
Oliver Reiser

 

Dennis: Reaktionen mit Butanol-1,Butanol-2 und tert. Butanol

Sehr geehrter Herr Reiser,

ich bin mir nicht sicher wie man diese Reaktionsgleichungen ausgleicht:

Primäres Butanol + Kaliumpermanganat + Schwefelsäure ---> Braunstein+ Wasser

C4H10O + KMnO4 +H2SO4 ---> MnO2 + H2O


Sekundäres Butanol + Kaliumpermanganat + Schwefelsäure ---> Braunstein+ Wasser

C4H10O +KMnO4 +H2SO4 ---> MnO2 +H2O


KMnO4-Lsg. Reagiert zu Braunstein.
Primäres Butanol reagiert sehr schnell mit KMnO4-Lsg.
Sekundäres Butanol wird langsamer oxidiert.

Und Tertiäres Butanol reagiert nicht mit Kaliumpermanganat- Lösung.
Muss ich dazu dann auch noch eine Reaktionsgleichung herstellen?



Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie mir helfen könnten, diese Reaktionsgleichungen auszugleichen.


Mit freundlichen Grüßen
Dennis

Antwort:

Hallo Dennis

das prim. Butanol wird zur Buttersäure oxidiert. Man schreibt also erst mal alle Reaktionspartner hin, wie Du das schon gemacht hast:

RCH2OH + KMnO4 +H2SO4 ---> MnO2 + H2O + RCOOH + K2SO4

Jetzt würde ich erst einmal bestimmen, wieviele Elektronen in der Oxidation der Alkohol verloren hat. In RCH2OH hat der Alkohol am C, das oxidiert wird, die Oxidationsstufe -1 (H immer +1, O -2, C-C = 0), in der Carbonsäure RC(=O)OH ist die Oxidationsstufe +3. Alle anderen Oxidationsstufen in den organischen Molekülen verändern sich nicht. Der Alkohol verliert also in der Oxidation 4 Elektronen, die das Mangan aufnimmt. Im KMnO4 ist die Ox Zahl von Mn+7, im MnO2 +4, hier sind also drei Elektrnen aufgenommen worden. Jetzt musst Du das kleinste gemeinsame Vielfache aus 4 und 3 bilden, damit die Redoxgleichung aufgeht, das ist 12. Damit die Elektronenbilanz stimmt, ist die Gleichung zunächst also

3 RCH2OH + 4 KMnO4 + H2SO4 ---> 4 MnO2 + H2O + 3 RCOOH + 2 K2SO4

Jetzt musst Du den Rest ausgleichen, dass Du genug H+ zur Verfügung stellst, um die nicht benötigten O Atome vom KMnO4 auszugleichen. Von 3 RCH2OH zu 3 RCOOH hast Du 6 H verloren, die zu Wasser werden, also

3 RCH2OH + 4 KMnO4 + H2SO4 ---> 4 MnO2 + 3 H2O + 3 RCOOH + 2 K2SO4

Von jedem KMnO4 Molekül sind aber 2 O Atome übrig, die für die zur Oxidation des Alkohols (Carbonsäure hat ein O mehr als der Alkohol) und zur Entstehung des Wassers genutzt werden können, insgesamt also 8 O, es sind also 5 O mehr da, als für die 3 Wasser gebraucht werden. 3 O brauchst Du noch für die Umwandlung Alkohol zu Carbonsäure, also sind 2 O noch zu viel, die zu Wasser werden müssen. Dafür brauchst Du dann 4 H+, die aus der Säure kommen. Die Gesamtgleichung ist also

3 RCH2OH + 4 KMnO4 + 2 H2SO4 ---> 4 MnO2 + 5 H2O + 3 RCOOH + 2 K2SO4

Versuch mal die nächste Aufgabe selbst, Du kannst mir ja Deine Lösung in einer neuen Frage schicken, ich sag Dir dann, ob es richtig ist. Für das tert. Butanol braucht man natürlich keine Gleichung aufzustellen.

Gruß
Oliver Reiser

 


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