Fragenarchiv

Zur Zeit sind 1495 beantwortete Fragen im Archiv:

Maximilian Meier: Laser Obscuration

Hallo,

wissen Sie, was man unter dem Begriff "Laser Obscuration" versteht?

Vielen Dank,

Beste Grüße
Maximilian Meier

Antwort:

Hallo Herr Meier,

das ist eine Technik, um Größe und Form von Partikeln zu messen. Man beschießt die Partikel mit rotierenden Lasern aus verschiedenen Richtungen, und aus dem Reflektionsmuster und Intensität bekommt man dann Aussagen über das Partikelvolumen, Form, etc.

Gruß
Oliver Reiser

 

Wolfgang Kleine: Gifte an Obst

Vorbemerkung:

Habe heute im Deutschland Radio Kultur den Beitrag über Sie gehört und halte dieses Podium für eine vernünftige Möglichkeit der allgemeinen Verteufelung der Chemie sachlich zu begegnen. Vorausgesetzt es handelt sich nicht um ein Trojanisches Pferd der Chemieindustrie!!!!!

Meine Frage:

Ich esse viel Obst. Da die Früchte meines Gartens nicht übers ganze Jahr reichen, bin ich gezwungen Obst im Supermarkt zu kaufen. Dies ist immer mit irgendwelchen Mitteln/Giften behandelt. Wie schädlich sind sie und was kann ich tun, um sie nicht mit zu essen? Reicht abwaschen?

Antwort:

Hallo Herr Kleine,

nein, mein Portal ist kein trojanisches Pferd der Chemieindustrie. Ich bin mein ganzes Chemie-Leben an der Hochschule gewesen, bin natürlich auch mit einigen Industrieunternehmen in Kontakt und arbeite auch immer wieder mit Unternehmen zusammen, unser Geld bekommen wir aber zu >98% aus der öffentlichen Hand (DFG, EU, DAAD, Humbold-Stiftung), und auch persönlich habe ich keine Beraterverträge oder andere Abhängigkeiten mit Unternehmen.

Ja, Obst und Gemüse werden mit Unkrautmitteln und Insektiziden behandelt. Interessanterweise tut das die Natur selbst, im Artikel über Raps und Biodiesel im Portal ist ja etwa beschrieben (http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0152/index.html), dass der Raps das "natürliche Pflanzenschutzmittel Brommethan" produziert mit dem einzigen Ziel, Fraßfeinde abzuschrecken. Ein "künstliches Pflanzenschutzmittel Brommethan" würde eine Chemiefirma dagegen nie im Leben zugelassen bekommen, weil es einfach zu giftig, klimaschädlich und schädigend für die Ozonschicht ist etc. Im Pflanzenschutzbereich hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan, die Entwicklung von hoch-selektiven und ökologisch verträglichen Mitteln hat enorme Fortschritte gemacht. Hat man in den 1960er Jahren noch in USA tonnenweise DDT auf die Baumwollfelder ausgebracht, das mehr oder weniger alles platt walzte, kommt man heutzutage mit dem 1/100sten oder weniger aus, und das wirkt dann auch nur ganz selektiv auf bestimmte Unkräuter. Die gesetzlichen Anforderungen an solche Mittel sind ebenfalls sehr hoch, so müssen umfangreiche toxikologische Studien für eine Zulassung vorgelegt werden, und das umfasst auch, dass man genau den Abbau solcher Pflanzenschutzmittel dokumentieren muss. Damit fallen auch schon alle früher verwendet Pflanzenschutzmittel auf Schwermetallbasis raus, weil solche Substanzen natürlich nicht abgebaut werden.

Nun kann man ja bezweifeln, dass die Firmen sich an solche Auflagen halten oder auch gerne umgehen möchten. Das Umgekehrte ist aber der Fall: Große Firmen wie BASF und Bayer Agro (führend in Deutschland und auch in der Welt im Agromarkt) haben gar nichts gegen solche Auflagen, denn das hält kleine Mitbewerber fern, die sich nicht solche umfangreiche Entwicklungen leisten können. Und die Auflagen gelten ja nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Bauern, die dürfen ja auch nur das einsetzen, was erlaubt ist. Und die Agroindustrie verdient daran sehr gut (10 g eines modernen Pflanzenschutzmittels kosten genauso viel wie früher 1 kg eines klassischen Mittels), denn die lassen sich diese Entwicklungen natürlich bezahlen, und das hört ja bei der Entwicklung des Mittels nicht auf, sondern es wird dann auch mit Schulungen verdient (man muss z. B. diese hoch selektiven Mittel unter genauen Zeit- und Witterungsbedingungen einsetzen, damit sie so wirken, wie man es sich wünscht).

Der größte Unsicherheitsfaktor besteht m. E. in den Importen aus Ländern, die sich nicht an solche Auflagen halten (z. B sind Pflanzenschutzmittel auf Chlorphenolbasis in Deutschland seit 20 Jahren verboten). Zwar werden Importe in die EU kontrolliert, aber man weiß leider auch, dass es hierbei Schwachstellen gibt.

Um zu Ihrer Frage zurückzukommen: Abwaschen reicht (wenig Alternativen), und die Giftigkeit von Pflanzenschutzmitteln gegenüber Warmblütlern ist ohnehin sehr gering. Auch werden die Verbindungen relatv schnell in der Umwelt abgebaut. Moderne Pflanzenschutzmittel sind zwar nur mäßig, aber ausreichend wasserlöslich, so dass gründliches Abwaschen m. E. effektiv in der Entfernnung ist. Darüber sollten an Früchten/Gemüsen ohnehin wenig Pflanzenschutzmittel sein, da man die Behandlung der Äcker in der Frühühase, also vor der Blüte und Fruchtreife durchführen muss.
Was man nie ausschließen kann, sind allergische Reaktionen auf sehr kleine Rückstandsmengen: Ich reagiere z. B. sehr empfindlich auf Apfelschalen (Brennen und Anschwellen der Lippen) und muss daher Äpfel besonders gründlich waschen.

Mit besten Grüßen
Oliver Reiser

 

katy: Tee... (:

Warum schmeckt Tee auch ohne umrühren des Zuckers nach einiger Zeit süß?

Antwort:

Hallo Katy,

Alle Teilchen bewegen sich (Brownsche Molekularbewegung), so lange sie sich nicht am absoluten Nullpunkt befinden. Die Wassermoleküle stoßen daher ständig mit den Zuckermolekülen zusammen, wodurch (ähnlich wie zusammenstoßende Billardkugeln) ungerichtete Bewegungen der Teilchen resultieren, so dass nach einer gewissen Zeit der Zucker sich überall hin verteilt hat.

Das Ganze ist auch eine Konsequenz des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik der besagt, dass ein System stets zum Zustand der höchsten Unordnung strebt.

Gruß
Oliver Reiser

 


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